Heute schreibe ich mir ein Ärgernis aus der Seele. Und zwar geht es um die MeBo, die vierspurige Schnellstraße Meran Bozen, 1997 in ihrer Gesamtlänge eröffnet. Und zwar bin ich – und noch ein paar andere, welche die Debatten vor Baubeginn bewusst miterlebt haben und über ein Erinnerungsvermögen verfügen –, es satt, dass man immer wieder,, bei jeder Gelegenheit, gebetsmühlenhaft, sich anhören muss: „Ja, ja, die MeBo, was täten wir ohne sie!“ Und jetzt kommt es richtig dick: „Wie konnte man damals nur dagegen sein.“
Dabei sind diese nonchalant hingeworfenen Behauptungen, welche mit zunehmenden zeitlichen Abstand immer häufiger werden, nicht nur Halbwahrheiten, sondern sind auch diskreditierend. Erstens, weil die MeBo in dieser Form nicht nur Probleme gelöst, sondern auch welche verlagert, ja sogar begründet hat, und weil in den Protestkundgebungen nie die Forderung laut wurde, man möge doch auf eine neue Straßenverbindung der beiden größten Städte Südtirols verzichten. In weiser Voraussicht waren sich die Protestierenden aber einig, dass es nicht nur darum gehen könne, die Dörfer des Etschtales vom Durchzugsverkehr zu befreien und die beiden Städte mit dem Auto schneller zu verbinden, sondern dass auch der öffentliche Verkehr, in diesem Fall die Bahn, als Alternative konkurrenzfähiger ausgebaut gehört.
Abb. 1: Nicht GEGEN sonder FÜR eine ANDERE MeBo. Auszug aus der Broschüre des „Dachverband für Natur- und Umweltschutz in Südtirol“ (wie fast immer auf die Abbildung klicken um die Darstellung zu vergrößern).
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